STRONIC EINS – Pulsator von Fun Factory

Diamonds are a girl’s best friend? Vielleicht hätten die Edelsteine niemals den Status des besten Freunds der Frau erlangt, wäre Marilyn Monroe damals im Besitz eines Fun Factory Pulsators gewesen. Ich wollte wissen, ob mir der Pulsator noch ein besserer Freund sein könnte, als es der Vibrator bisher war und Diamanten je sein können.

Verpackung und Aussehen

FunFactory Stronic 1 VerpackungDer Pulsator wird in einer hochwertigen Verpackung geliefert, deren stilvolle Optik nicht sofort auf den Inhalt schließen lässt, wäre da nicht das dezente branding: „Fun Factory – your perfekt moment“. Selbst nachdem man die Schachtel öffnet, springt der ,nicht jugendfreie‘-Inhalt keineswegs sofort ins Auge. Das Produkt ist mit geschmackvollem Seidenpapier umhüllt, als handele es sich hierbei um eine sehr wertvolle Ware – was bei dem Preis des Geräts ja auch irgendwie der Fall ist.

Der ausgepackte Pulsator sieht ebenfalls sehr edel aus. Mit einem Vibrationskörper aus Silikon in dunkel Lila und einem schwarzen Bedienteil inklusive beleuchteter Tipptasten ist der STRONIC EINS, wie alle Produkte der Fun Factory, so designt, dass man ihn sich auch ins Wohnzimmer stellen könnte.

Material, Verarbeitung und Qualität

Der Vibrationskörper des Pulsators ist aus medizinischem Silikon gefertigt, weshalb der Hersteller eine gute Körperverträglichkeit verspricht. Der Silikonmantel ist grade geformt, mit einer leichten Wölbung am Anfang und zunehmendem Umfang zum Ende. Dank wasserdichter Verarbeitung lässt sich das Gerät leicht reinigen. Auf dem stylischen Bedienteil in klassischem Schwarz sind drei dezent leuchtende Knöpfe, mit denen man die verschiedenen Programme leicht anwählen kann. Der STRONIC EINS überzeugt, wie alle Produkte der Fun Factory, durch seine stilvolle und qualitativ hochwertige Verarbeitung.

Inbetriebnahme

FF Stronic Eins Pulsator

Die Inbetriebnahme hat meine anfängliche Vorfreude dann leider etwas getrübt. Obwohl die Knöpfe meines Pulsators betriebsbereit leuchteten, machte das Gerät trotz meines Drückens keine Bewegungen. Ich dachte, ich wüsste wie man ein Sexspielzeug benutzt, doch nun kam ich mir ein bisschen vor wie meine Oma, die mit den ,neumodischen‘ Smartphones derart überfordert ist, dass sie mit den Dingern nicht mal telefonieren kann. Ich drehte mein Spielzeug unbeholfen in Händen, von erotischer Stimmung war mittlerweile keine Spur mehr, bis ich mir eingestand, dass ich tatsächlich erst die Bedienungsanleitung lesen muss, wenn ich meinem Spaß haben möchte. Die Tastensperre ist folglich nicht nur für Reisende unendlich praktisch, sondern ich bestätige ihr hiermit auch noch einen ähnlichen Nutzen, wie den einer Kindersicherung.

Mit dem Lesen der Bedienungsanleitung kehrte meine Lust zurück und nachdem ich nun wusste, wie mir der „Perfect Start“ gelingt, war ich voll freudiger Erwartung, endlich in den Genuss vielversprechender Programme wie „Dirty Dancing“, „Roller Ball“ oder „Gallop“ zu kommen.

Ograsmus-Test

Im Gegensatz zum Vibrator pulsiert der STRONIC mit kräftigen Hin- und Herbewegungen. Im Gegensatz zu normalen Vibratoren hat das einen penetrierenden Effekt und durch die nach hinten ausgestellte Form wird auch der G-Punkt gleich mit stimuliert. Anfangs ist die neuartige Eindringbewegung großartig, doch wenn man nicht schnell kommt, wird’s doch irgendwie eintönig. Selbst die verschiedenen Programme verhindern nicht, dass meine Gedanken an Karnickelsex mit unbeholfeneren Liebhabern abschweifen. Im Gegensatz zu meinen Geschlechtspartnern wollte ich nun aber meinem Pulsator nun keinen Orgasmus vorspielen müssen, damit er aufhört. Daher habe ich den Motor einfach ausgestellt, um mein Glück selbst in die Hand zu nehmen.

Später habe ich noch zwei, drei Versuche unternommen, kam aber zu einem ähnlichen Ergebnis. Für mich sind die Stoßbewegungen klasse um mich in Stimmung zu bringen, reichen aber nicht, um zum Ende – alias Orgasmus – zu kommen.

Fazit

Pulsieren statt vibrieren ist eine schöne Idee, an die man sich dennoch erst gewöhnen muss, wenn man vorher immer Vibratoren benutzt hat. Teilweise erinnern mich die Stoßbewegungen der vorprogrammierten Stimuli stark an einen Typ Mann, der bei mir unter der Bezeichnung „Kaninchensex-Rammler“ läuft. Während ich das Lebende-Modell immer höflich mit den Worten:“Leg Du dich doch nach unten und lass mich einfach machen!“ ausstelle, habe ich auch hier einfach hin und wieder den Motor abgestellt und auf Handbetrieb umgeschaltet.

Frauen, die Partner bevorzugen, die im Bett mit mehr als einer Bewegung überzeugen, wird der Pulsator vermutlich auch nicht befriedigen. Trotzdem ist der Pulsator ein Spielzeug, auf das ich in meiner Sammlung nicht verzichten möchte, da er vom Bewegungsablauf eine Abwechslung zum Vibrator bietet.

Über Jessica

Hallo, ich bin Jessica! Untenrum 18 und mental Anfang 30. Dank meiner Mitarbeit im SexSpielzeugTest-Team zähle ich mich zu den glücklichen Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten. Seither verabschiede ich mich bei meinen Freunde oft mit den Worten von Samantha Jones aus Sex and the City: „Und nun entschuldigt mich, Mädels - ich habe noch ein Date mit meinem Dildo!“.